Daily Archives

One Article

Legal Tech Reviews

Fluggastportale im Vergleich – Überblick über die Flugrechte-Dienstleister

Posted by Jacob Weizmann on
Fluggastportale im Vergleich – Überblick über die Flugrechte-Dienstleister

Mittlerweile verhelfen etliche Fluggastportale Reisenden unkompliziert zu einer Entschädigung nach der EU-FluggastrechteVO, wenn sich ihr Flug verspätet oder ausfällt. Bei Flugausfall, über dreistündiger Flugverspätung oder verpasstem Anschlussflug kommen Fluggäste dadurch leichter denn je an eine Ersatzzahlung für entstandene Unannehmlichkeiten. Doch wann genau besteht Anspruch auf Entschädigung? Und welches der Fluggastportale hilft in solchen Fällen am besten weiter? Der Beitrag gibt Antworten.

Was sind Fluggastportale und wann gibt es Entschädigung?

Häufig zahlen Airlines Reisenden eine Entschädigung nicht freiwillig. Daher lohnt sich die Selbstdurchsetzung nur selten, wie wir bereits an anderer Stelle ausführlich erläutert haben. Um Fluggastrechte dennoch zuverlässig und komfortabel durchzusetzen, können Reisende sich jedoch an eines der vielen Fluggastportale wenden. Über standardisierte Abfragen auf Ihren Websites lässt sich anhand einiger Angaben feststellen, ob für einen bestimmten Flug voraussichtlich eine Entschädigungsberechtigung besteht. Wann eine Flugverspätung oder ein Flugausfall konkret zur Entschädigung berechtigt, lässt sich deshalb am schnellsten und leichtesten mithilfe eines Online-Formulars prüfen. Jeder Anbieter stellt ein solches unverbindlich und kostenlos bereit. Man muss einen Fluggastrechte-Dienstleister also nicht beauftragen, um zu erfahren, ob er im individuellen Fall einen Entschädigungsanspruch erkennt. Wer das komfortabelste Online-Formular für die Ermittlung der Entschädigung zur Verfügung stellt, werte ich weiter unten in der Rubrik „Aufwand des Fluggastes“ aus.

Außerdem bieten sämtliche Fluggastportale Fluggästen an, ihre Ansprüche aus der FluggastrechteVO gegenüber den Fluggesellschaften durchzusetzen. Betroffene erhalten so die ihnen zustehende Entschädigung von bis zu 600 € abzüglich einer Provision.

Hier hören die Gemeinsamkeiten der Fluggastportale dann aber schon auf. Die verschiedenen Online-Anbieter zahlen Entschädigungen unterschiedlich schnell aus, berechnen für ihre Dienste unterschiedliche Kosten und verlangen von Fluggästen unterschiedlich viel Mithilfe bei der Durchsetzung ihrer Fluggastrechte. Um hier noch den Überblick zu behalten und für sich den richtigen Anbieter zu finden, zieht dieser Beitrag einen längst überfälligen Vergleich.

Übersicht über die Fluggastportale

Es gibt natürlich unzählige Kriterien, anhand derer man die Fluggastportale vergleichen kann. Wer sich als betroffener Fluggast zwischen den verschiedenen Dienstleistern für einen entscheiden möchte, berücksichtigt allerdings in der Regel vor allem folgende Auswahlkriterien:

  1. Wie schnell komme ich zu meiner Entschädigung?
  2. Welcher Aufwand entsteht mir dafür?
  3. Wie viel Entschädigung verbleibt mir nach Abzug der Provision für den Dienstleister unterm Strich?
  4. Welche Erfahrungen machen Fluggäste mit den Anbietern? Was sagen die Kundenbewertungen?

Unter diesen Gesichtspunkten ergibt sich, Stand 26. Mai 2018, zusammengefasst folgender Vergleich zwischen den wesentlichen deutschsprachigen Anbietern, Compensation2GoErsatz-PilotEUClaim, EUFlight, Fairplane, Flightright, refund.me und Wir kaufen deinen Flug.

Tabelle Vergleich Fluggastportale

Um den Befund in den Unterkriterien etwas besser einzuordnen, erläutere ich nachstehend, wie die zentralen Unterschiede zustande kommen. Den beiden größten Anbietern am Markt widmet sich außerdem jeweils ein gesonderter Artikel im Detail: Einer geht hier auf Flightright ein, der anderere hier auf Fairplane. Zudem befasst sich dieser Beitrag noch eingehender mit Wir kaufen deinen Flug.

Zuvor aber noch ein Hinweis der Vollständigkeit halber: Die genannten Fluggastportale sind bei Weitem nicht alle auf dem deutschen Markt. Im Monatsrhythmus kommen neue hinzu und verabschieden sich einige wieder aus dem Netz. Uns bekannt sind noch Myflyright, Ifdelayed, EU-Rights, Flug-verspätet.de, Flightcomp, Claim FlightsAirhelp und Flugrückerstattung.de. Sicher gibt es darüber hinaus noch dutzende weitere mehr oder weniger ernsthaft betriebene Plattformen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit beschränken wir uns aber auf die Darstellung der tabellarisch gelisteten. Soweit wir es abschätzen können, handelt es sich jeweils um die vier größten Anbieter für Inkasso-Leistungen einerseits und Sofortentschädigungen andererseits. Da die sonstigen kleineren Fluggastportale in keiner Disziplin besser abschneiden, gehen wir hier nicht weiter auf sie ein.

1. Dauer bis zur Entschädigung

Entschädigungsgeschwindigkeit Fluggastportale im Vergleich

Ein erheblicher Klassenunterschied zwischen den verschiedenen Anbietern besteht bei der Wartezeit ihrer Nutzer bis zur Auszahlung der Entschädigung. Man differenziert hier zwischen so genannten Inkasso-Dienstleistern und Sofortentschädigern. Inkasso-Dienstleister wie Flightright und Fairplane zahlen erst aus, wenn sie die Entschädigungsforderung eines Fluggastes erfolgreich durchgesetzt haben. Gelingt die Durchsetzung außergerichtlich, dauert es bis zur Entschädigung gemessen am Kundenfeedback einige Wochen bzw. etwa einen Monat. Des Öfteren weigert sich eine Airline aber, ohne Beanstandungen zu zahlen. Dann sind mindestens einige Monate Geduld gefragt, bis ein Gericht die Fluggesellschaft zur Zahlung verurteilt. Ist eine Klage im Ausland erforderlich oder das zuständige Amtsgericht überlastet, verzögert sich die Verfahrensdauer mitunter sogar auf über ein Jahr.

Sofortentschädiger wie Ersatz-Pilot und EUFlight punkten mit Schnelligkeit. Sie gewähren Fluggästen direkt nach erfolgreicher Online-Prüfung einer Entschädigungsberechtigung die Auszahlung gegen Abtretung des Anspruchs. Damit gehen sie gewissermaßen in Vorleistung und tragen das Risiko, dass sich der Anspruch des Nutzers am Ende doch nicht durchsetzen lässt – so wie etwa gegen die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin. Behalten kann der Fluggast die unverzüglich gewährte Entschädigung so oder so. Wer Wert auf eine prompte Abwicklung und Auszahlung legt, dem kommen somit vor allem die Sofortentschädiger entgegen.

2. Aufwand des Fluggastes

Komfort der Fluggastportale

Grundsätzliches

Im Prinzip brauchen alle Fluggastentschädiger dieselben Daten zum Flug, um Fluggastrechte zu prüfen, durchzusetzen und Fluggästen weiterzuhelfen. Die Entschädigungsberechtigung richtet sich schließlich immer nach der gleichen Rechtsordnung mit den gleichen Rechtsvoraussetzungen. Die nötigen Daten zur Fallerfassung muss naturgemäß der Fluggast liefern, dem die Flugunregelmäßigkeit widerfahren ist, die womöglich zur Entschädigung berechtigt.

Man könnte also auf den ersten Blick meinen, der Mitwirkungsaufwand des Fluggastes sei bei allen Anbietern ähnlich hoch. Das stimmt allerdings nur fast. Denn je nachdem wie ausgefeilt ein Webformular zur Fallerfassung ist, desto weniger Angaben erfragt ein Dienstleister erst manuell im Nachgang der Online-Prüfung telefonisch oder per E-Mail.

Fluggastportale im Vergleich

Besonders systematisch prüfen nach unserer Einschätzung vor allem die Online-Formulare von Flightright (Inkasso-Dienst) und Ersatz-Pilot (Sofortentschädiger) die Fälle der Nutzer ab. Hier sind demnach im Regelfall am seltensten Rückfragen im Nachgang der Online-Prüfung zu erwarten. Dadurch dauert der Abfrageprozess zwar ein paar Minuten länger, macht das Anfordern einer Entschädigung aber ansonsten so einfach wie eine Warenbestellung in einem Webshop. Mit Abschicken des Online-Formulars hat der Nutzer meistens schon alles Nötige getan.

Bei anderen Anbietern wie EUClaim (Inkasso-Dienst) und Compensation2Go (Sofortentschädiger) ist der Online-Abfrageprozess dagegen etwas kürzer. Dies geschieht aber zu dem Preis, dass diverse Faktoren erst einmal außer Acht bleiben. Hierzu ein Beispiel: Compensation2Go und Wir kaufen deinen Flug erfragen online, soweit ersichtlich, nur Start- und Zielflughafen, nicht aber die Flugnummer. Auf Strecken, an denen täglich zwischen Start und Ziel mehr als ein Flug verkehrt, gestatten diese Informationen allein noch keine eindeutige Identifikation des betroffenen Fluges. Dies erlaubt erst die Flugnummer, die also noch gesondert zu ermitteln ist. In etlichen Fällen müssen solche Lücken also spätestens bei der Durchsetzung von Fluggastrechten geschlossen werden. Spätestens dann meldet sich ein Dienstleister in der Regel mit Rückfragen, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, als wenn stattdessen nur eine weitere Checkbox im Online-Formular anzukreuzen war.

Denkbar sind mögliche Rückfragen übrigens grundsätzlich eher bei den Inkasso-Diensten wie Flightright. Ergeben sich hier während des Rechtsstreits mit der Airline Rückfragen, muss sich der Fluggast ausführlich äußern. Andernfalls gefährdet er den Erfolg des Verfahrens und auch seiner Auszahlung, die ja erst nach gewonnenem Prozess folgt.

Gesetzlich erforderlicher Extra-Aufwand bei Flightright & Co.

Zu bedenken ist noch ein weiterer Aspekt, der das Verfahren bei Flightright, Fairplane und EUClaim mitunter zwangsläufig aufwändiger gestaltet. Verbleibt die Forderung beim Fluggast und soll Flightright sie nur durchsetzen, tritt bei einem womöglich notwendigen Gerichtsverfahren auch der Kunde selbst als Kläger auf. Natürlich übernehmen die Fluggastportale in diesem Fall die Verfahrenskosten. Den Anwalt bevollmächtigt hingegen naturgemäß der Kläger, also der Fluggast. Hierfür verlangt § 80 S. 1 ZPO Schriftform. Das bedeutet: Spätestens wenn ein Gerichtsverfahren zur Beitreibung der Entschädigung nötig wird, muss der Kunde eines Inkasso-Dienstes eine Vollmachtsvorlage händisch unterschreiben und postalisch verschicken.

Aus diesem rechtlichen Umstand folgt, dass es überhaupt nur Sofortentschädigern durchgehend möglich ist, den Aufwand des Kunden auf das Ausfüllen des Online-Formulars zu beschränken. Somit punkten an dieser Stelle Ersatz-Pilot und Co. Dadurch dass sie direkt auszahlen, bekommt hier der Fluggast von einem etwaigen Gerichtsverfahren nichts mit, da in diesem die Fluggastportale als Kläger auftreten.

3. Entschädigungshöhe und Provision

Entschädigungsgeschwindigkeit Fluggastportale im Vergleich

Eins vorab: Alle uns bekannten Fluggastportale erbringen ihren Dienst erfolgsunabhängig. Das heißt: Keines der verglichenen Portale berechnet Fluggästen irgendwelche Gebühren, solange der Fluggast nicht auch eine Entschädigung hält. Stattdessen verrechnen alle Anbieter ihre Provision mit der Entschädigungszahlung. Spannend ist aber die Frage: Was bleibt dem Nutzer jeweils unterm Strich?

In der Tendenz stellt man fest, dass Inkasso-Dienste wie EUClaim von Fluggästen eine niedrigere Provision verlangen als Sofortentschädiger. Fluggastportale wie Wir kaufen deinen Flug berechnen inkl. Mehrwehrtsteuer eine Provision von über 40%. Von der gesetzlichen Entschädigungshöhe bei Langstreckenflügen (600 €) bleiben dem Kunden unterm Strich also bloß ~ 350 €. Das erklärt sich daraus, dass Sofortentschädiger in Vorleistung treten und deshalb in ihren Gebühren das Ausfallrisiko einpreisen müssen, das sich etwa mit der Insolvenz von Air Berlin verwirklicht hat.

Ein Anbieter trotzt diesem Trend jedoch. Der relativ junge Dienstleister Ersatz-Pilot bietet seine Direktzahlungen zu Konditionen an, die weitgehend mit denen der Inkasso-Unternehmen vergleichbar sind. Bei Flugunregelmäßigkeiten auf Langstreckenflügen zahlt der Sofortentschädiger zum Beispiel 426-450 € aus – mehr als selbst eingesessene Inkasso-Dienste wie Flightright. Auf Kurz- und Mittelstrecken zahlt EUClaim pro Person ca. 10-20 € mehr, dafür aber anders als Ersatz-Pilot nicht sofort, sondern wie gesagt erst nach erfolgreicher Durchsetzung.

4. Kundenbewertungen und Erfahrungen

Kundenzufriedenheit Fluggastportale im Vergleich

Allgemeines

Bei den Kundenbewertungen erzielen alle Fluggastportale außer refund.me Spitzenergebnisse. Gemessen an den Erfahrungsberichten halten sämtliche Anbieter Wort und können den allermeisten Nutzern helfen. Besonders gute Bewertungen erhalten dabei vor allem Sofortentschädiger wie Ersatz-Pilot. Ausweislich ihres Feedbacks kommt ihnen zugute, dass sie Entschädigungen prompt auszahlen.

Umgekehrt spiegelt sich gerade in den Bewertungen von Flightright wider, dass es dort gelegentlich zu Fällen kommt, in denen sich das Verfahren zur Durchsetzung und damit auch die Auszahlung übermäßig hinauszögert. Hier bemängeln Kunden außerdem, dass des Öfteren Konstellationen anfänglich als aussichtsreich bewertet werden, später die Rechtsverfolgung aber abgebrochen wird, weil bei der Durchsetzung Schwierigkeiten auftreten. Da Sofortentschädiger zu diesem Zeitpunkt bereits eine Zahlung an Kunden geleistet haben, erfahren sie im Vergleich an dieser Stelle keine Kritik. Zwar liegt es in der Natur des Geschäftsmodells der Inkasso-Unternehmen, dass Kunden nach Beauftragung bis zur erfolgreichen Durchsetzung ein Restrisiko verbleibt. Kosten tragen sie zwar dank der Fluggastportale in keinem Fall. Ob sie aber tatsächlich eine Entschädigung erlangen, hängt allerdings weiterhin davon ab, ob Flightright & Co. Verfahren abbrechen oder verlieren.

Selten, aber überaus strapaziös sind ferner Verfahren, die vor Gericht bis in die Berufung führen oder sogar verloren gehen. An den Selbstaussagen und dem Kundenfeedback von EUClaim und den anderen Inkassodiensten kann man ablesen, dass in ca. 97-98% der Verfahren Fluggastrechte erfolgreich durchgesetzt werden können. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass jedes fünfzigste Verfahren, das angestrengt wird, verloren geht. Dass sich dieses Risiko manchmal verwirklicht, fließt bei Inkasso-Diensten natürlich anteilig in die Erfahrungsberichte ein. Sofortentschädiger ernten an diesem Punkt hingegen keine Kritik ihrer Nutzer. Ihre Mehrleistung besteht ja gerade darin, Fluggästen die Gefahr einer erfolglosen Durchsetzung abzunehmen und sie direkt auszuzahlen.

Besondere Kritikpunkte

Neben solchen eher strukturellen Vorzügen und Nachteilen der Fluggastportale ergeben sich aus den Bewertungen und Erfahrungsberichten der Kunden darüber hinaus noch eine Reihe konkreter Kritikpunkte gegenüber bestimmten Anbietern. Aufschluss hierüber gibt ein Blick auf die einzelnen Reviews auf Trustpilot und anderen Bewertungsplattformen.

Dauer bei Inkasso-Fluggastportalen

Kunden werfen Inkasso-Unternehmen und insbesondere Flightright gelegentlich vor, sie würden nur zaghaft Klagen anstrengen, stattdessen nur routinemäßig an Forderungen erinnern und der Airline dadurch kulanzweise mehrere Monate Zeit zur Bearbeitung der Ansprüche lassen. Welchen Grund diese zögerliche Vorgehensweise hat, lässt sich nicht abschließend klären.

Vielfach begründet die reine Arbeitsökonomie eine kulante Rechtsverfolgung. Denn solange erfahrungsgemäß zumindest in einem Teil der Fälle eine außergerichtliche Zahlung erfolgt, lohnt es sich für Flightright, diese abzuwarten. Direkt die gerichtliche Durchsetzung anzustrengen, hieße nämlich oftmals, unnötigerweise den ungleich aufwendigeren Weg zu wählen – und zwar ohne, dass Kunden hiervon profitieren. Denn ein angerufenes Gericht fällt sein Urteil erfahrungsgemäß frühestens nach drei Monaten. Zahlt die Fluggesellschaft in der Zwischenzeit freiwillig, erhält auch der Fluggast seine Auszahlung im Vergleich schneller, als wenn ein Verfahren angestrengt worden wäre. Ärgerlich ist das Zuwarten natürlich für all solche Kunden, bei denen eine außergerichtliche Klärung ausbleibt. Hier addiert sich das vergebliche Zuwarten zur ohnehin anfallenden Dauer eines Gerichtsverfahrens.

Fest steht allerdings auch: Für Inkasso-Unternehmen sind Verfahrensverzögerungen weniger unangenehm als für Fluggäste, die auf ihre Entschädigung warten. Schließlich kommen Verzugszinsen nicht den Kunden der Inkasso-Unternehmen zugute, sondern diesen selbst. Und je länger sich eine Entschädigung hinauszögert, desto höhere Verzugskosten lassen sich abrechnen. Zwar erlangen sofortentschädigende Fluggastportale diese ebenfalls. Jedoch zahlen sie Fluggäste im Vergleich dazu schneller aus, sodass ihnen keine übermäßigen Wartezeiten aufgebürdet werden.

Flüge mit Start und Ziel außerhalb Deutschlands bei Sofortentschädigern

Kleinere und jüngere Fluggastportale sind in der Regel noch keine Kooperationen mit Partnerkanzleien im EU-Ausland eingegangen. Solche braucht es allerdings, um Fluggastrechte auch dann durchzusetzen, wenn weder der Start- noch der Zielflughafen in Deutschland liegt und ein deutscher Gerichtsstand damit ausscheidet. Gerade bei Sofortentschädigern sind deshalb Direktzahlungen nur dort zuverlässig möglich, wo ein entschädigungsberechtigter Flug in Deutschland startete oder landete.

Der Entschädigungsrechner von Ersatz-Pilot zeigt immerhin direkt zu Beginn einer Prüfung an, ob für eine bestimmte Flugverbindung eine Entschädigung ausscheidet. Bei anderen Sofortentschädigern wie EUFlight und Compensation2Go sortiert dagegen nicht schon die Online-Prüfung lückenlos Fälle aus, die nicht bearbeitet werden können. Dies führt bei Kunden zuweilen zu Ernüchterung, weil sie das Formular letztlich umsonst vollständig ausfüllen.

And the winner is…?

Ich verzichte an dieser Stelle bewusst auf eine klare Empfehlung. Ich denke, die hier zusammengetragenen Daten versetzen jeden Fluggast in die Lage, sich selbstständig den individuell passenden Dienstleister auszuwählen. Wer sich ansonsten vertieft über die Fluggastportale informieren möchte, sei ermuntert, auf die Links zu den einzelnen Anbietern zu klicken.